Wettbewerb Neubau Kinder- und Jugendtheater mit Erweiterung des Theaters Ulm

Das Theater Ulm soll um ein Kinder- und Jugendtheater ergänzt sowie um weitere Proberäume und Werkstätten erweitert werden. In unserem mit dem 2. Preis ausgezeichneten Entwurf präsentiert sich der Neubau als Solitärbaukörper, der als klar umrissenes Bauvolumen die Straßenecke markiert und das Theater im Stadtraum adressbildend stärkt und verankert.

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Die Außenhülle des Baukörpers besteht aus konkav geformten Gussglas-Elementen. Sie fungiert als Filter zwischen innen und außen und verleiht der kantigen Bauform eine gewisse Weichheit. Gezielt gesetzte große Fensteröffnungen offenbaren Teile des Innenlebens. Die Besonderheit besteht in der Eingangssituation, die als einzige Einstülpung in den kristallinen Kubus deutlich herausgearbeitet ist.

Denn im Inneren wird dem Foyer eine besondere Rolle zuteil: Da der Theatersaal im ersten Obergeschoss liegt, ist besondere Sensibilität für die Überwindung des Höhenunterschiedes zum Eingang erforderlich. Der Aufgang soll bereits Teil des Theaters sein und auch bespielt werden. Aus der Anordnung der verschiedenen Probebühnen und –räumen ergibt sich eine spannende Raum- und Erschließungssequenz in der Vertikalen. Die Anbindung an das Bestandsgebäude erfolgt an mehreren Stellen, die Nutzungen des Kinder und Jugendtheaters bilden mit denen des Theaters eine Symbiose. Somit versteht sich unser „Zauberwürfel“ als eigenständige Ergänzung des Theaters, die sichtbar und doch zurückhaltend eine Wechselbeziehung mit dem Bestand eingeht, ohne mit ihm zu konkurrieren.

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Wettbewerb
08 2020 / 2. Preis