Gemeinschaftsschule Jungfernheide in Berlin

In unmittelbarer Nähe zur Siemensstadt sieht der Entwurf in Berlin-Spandau den Neubau der Gemeinschaftsschule Jungfernheide als kompakten, kreisförmigen Baukörper vor. Das Schulgebäude folgt in seiner Formgebung der früheren Nutzung des Geländes als Sportplatz. Durch die Platzierung können die Eingriffe in die Landschaft sowie in den Baumbestand auf ein Minimum reduziert werden. Die runde Typologie schafft zudem einen sichtbaren, identitätsstiftenden Impuls für die Transformation des Quartiers. 

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Zwei Erschließungswege gliedern das Gebäude im Inneren: in einen Sportteil mit der im Norden integrierten doppelten Dreifeldsporthalle und den im Süden konzentrierten allgemeinen Bereichen wie Mensa und Unterrichtsbereichen. Vom zentralen Eingangsfoyer, das durch zwei eingeschnittene Höfe mit Tageslicht versorgt wird, führen die Haupttreppen in die Obergeschosse. Hier sind jeweils drei Unterrichts-Cluster um ein Forum herum organisiert. Es entstehen einladende, vielfältig zonierte Bereiche für Kommunikation, gemeinschaftliches Arbeiten und konzentrierte Rückzugsphasen. Loggien, Einschnitte, PV-Gesimse und ein beweglicher, außenliegender Sonnenschutz erzeugen an der Fassade ein abwechslungsreiches Spiel aus Offenheit, Tiefe und Verschattung, unterstützt durch die intensive Begrünung der Terrassen. Die Wettbewerbs-Jury lobt ausdrücklich »die Verschneidung der runden Baukörperform mit dem orthogonalen Innenleben«. So entstehen wie selbstverständlich »Freibereiche, die an die Klassenräume angrenzen und den Übergang in den Naturraum definieren.« 

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Wettbewerb
01 2026 / 1. Preis

Landschaftsarchitektur
Plannstatt Senner, Berlin

Tragwerksplanung
wh-p GmbH Beratende Ingenieure, Berlin

Fachplanung TGA
Winter Beratende Ingenieure für Gebäudetechnik, Berlin

Visualisierungen
Studio Dragusha

Modell
Modellmanufaktur Béla Berec, Stuttgart